Aktuelles

Weltkindertag am Bonner Rathausplatz

Am 18.09.2022 präsentierten sich im Rahmen des Weltkindertages viele Bonner Kinder- und Jugendhilfeorganisationen mit ihren Angeboten auf dem Rathausplatz.

Der Familienkreis war gemeinsam mit den Frühen Hilfen Bonn Teil der Paritätischen Meile und trotzte mit guter Laune Wind und Regen. Inhaltlich stand der diesjährige Weltkindertag im Zeichen der Kinderrechte, die – auch im Hinblick auf die aktuell diskutierte und angestrebte Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz – in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden sollten. Jede auf der Paritätischen Meile vertretene Organisation repräsentierte ein anderes Kinderrecht – so widmeten sich der Familienkreis gemeinsam mit den Frühen Hilfen dem „Kinderrecht auf Schutz und Fürsorge durch ihre Eltern“.

Wie genau aber verstehen Eltern eigentlich das Recht ihrer Kinder auf elterliche Fürsorge? Mit der Frage: „Meine Familie bedeutet für mich…“ wurden Eltern eingeladen, ihr Verständnis von Familie zu reflektieren, um sich dann direkt und vor Ort gemeinsam mit ihren Kindern von der Fotografin Sarah Dross porträtieren zu lassen.

Bei einer Bastelaktion hatten Kinder die Möglichkeit, Schutzengel zu basteln – denn so wie die gebastelten Schutzengel in verschiedenen Farben glänzten, hat auch elterliche Fürsorge viele verschiedeneFacetten.

Szenische Lesung „Unsichtbare Narben“ – Erwachsene Kinder psychisch erkrankter Eltern berichten

Im Rahmen der Altstadt Lesereise fand am 02. September um 18:00 Uhr die Szenischen Lesung „Unsichtbare Narben“ statt.

Gemeinsam mit Huckepack-Patin Marianne lasen Familienkreis-Geschäftsführerin Anja Henkel und Huckepack-Koordinatorin Frederike Hartje aus dem Buch „Unsichtbare Narben“ und teilten die bewegenden Erfahrungsberichte erwachsener Kinder psychisch erkrankter Eltern. Unsere Räumlichkeiten in der Breite Straße 76 waren bis auf den letzten Platz gefüllt – still und berührt lauschte das Publikum den einzelnen Schicksalen.

Die Texte zeigen sehr eindrücklich, wie wichtig es ist, Worte für die Lebenssituation betroffener Kinder zu finden und das Thema zu enttabuisieren. Kinder mit psychisch erkrankten Eltern übernehmen in ihrem häuslichen Umfeld und ihrer Familie oft große Verantwortung und erleben wenig unbeschwerte Momente. Gleichsam fehlt es an verlässlichen Beziehungen und einem kindgerechten Alltag. Da oftmals mit niemandem über die Erkrankung gesprochen werden kann, bleiben Kinder psychisch erkrankter Eltern häufig mit ihren Schuldgefühlen und Sorgen alleine.

Das Patenprojekt Huckepack möchte Veranstaltungen dieser Art nutzen, um für das Thema zu sensibilisieren, um über unsere Huckepack-Arbeit zu informieren und neue Patinnen und Paten zu gewinnen. Unsere Pat*innen unterstützen die Kinder erkrankter Eltern im Alltag und stehen verlässlich und stabil an ihrer Seite, wenn sie jemanden brauchen.

Infoabend Familienkreis e.V. am 04. Oktober 2022 um 18 Uhr in der Breite Straße 76

Familienkreis sucht Ehrenamtliche zur Unterstützung von Eltern und Kindern in schwierigen Lebensumständen

Armutslagen, fehlende Sprachkenntnisse, Eltern mit psychischen und chronischen Erkrankungen, Alleinerziehende Eltern und die UN-Vereinbarkeit von Familie und Beruf – wenn Familien kein eigenes Netzwerk haben, sind sie in einer Dauerbelastung, die langfristig krank macht und den kindlichen Alltag stark beeinträchtigt.

Mit den ehrenamtlichen Familienkreis-Angeboten werden Eltern entlastet und Kinder individuell im Alltag begleitet. Das entspannt das gesamte Familiensystem, stärkt die Eltern-Kind-Bindung und fördert die gesunde kindliche Entwicklung.

Ansprechpartnerin:  Anja Henkel, Tel. 0228 – 18464204, henkel@familienkreis-bonn.de

Die Anmeldung zum Infoabend erfolgt über folgendes Formular. Bei Bedarf können Einzelpersonen online dazu geschaltet werden.

Kinderarmut mit bundesweiter Präventionsstrategie bekämpfen

Bundesfamilienministerin Lisa Paus und NRW-Familienministerin Josefine Paul besuchen Bonner Netzwerk Frühe Hilfen

Bundesfamilienministerin Lisa Paus und NRW-Familienministerin Josefine Paul haben das Bonner Netzwerk „Frühe Hilfen“ besucht. Lisa Paus, die auf ihrer Tour für den Nationalen Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ wirbt, machte sich in Bonn ein Bild, welchen Beitrag die „Frühen Hilfen“ hier leisten, um die Entwicklungschancen von Kindern von Anfang an zu fördern.

Beide Ministerinnen besuchten in Bonn exemplarisch den Eltern-Kind-Treff des Kinderschutzbundes in Dransdorf: Hier findet im Rahmen der Frühen Hilfen u.a. die Eltern-Kind-Gruppe „Neu im Leben“ statt. Außerdem bietet pro familia dort eine Hebammensprechstunde an. Beide Partner sind Gründungsmitglieder des Bonner Netzwerks „Frühe Hilfen“ und haben zahlreiche präventive Angebote für Familien in ihrem Portfolio.

„Frühe Hilfen Bonn – Das Netzwerk für Vater, Mutter, Kind“ unterstützt werdende Eltern und Familien mit Kindern bis zu drei Jahren. Durch die enge Verzahnung von Jugendhilfe, Gesundheitshilfe, Familienbildung und Soziales werden Eltern frühzeitig erreicht. Die Unterstützung durch Fachkräfte und Ehrenamtliche bietet Entlastung, stärkt die Kompetenzen der Eltern und fördert so das gesunde Aufwachsen der Kinder.

Eine besondere Rolle spielt dabei die persönliche Begleitung von Familien, denn ohne Vertrauen zwischen Eltern und Fachkraft kann die Zusammenarbeit nicht gelingen. Niederschwellige Angebote, die Eltern unverbindlich besuchen können, erleichtern das gegenseitige Kennenlernen. 

„Unsere Erfahrung ist, dass es eine Weile dauert, bis Eltern sich Hilfe suchen. Zu groß ist die Angst, sich zu öffnen“, so Susanne Absalon von der Bonner Caritas und Anja Henkel, Geschäftsführerin des Familienkreises – die beiden Koordinatorinnen des Netzwerks. „Ist einmal ein guter Kontakt zu den Fachkräften hergestellt, fällt es vielen leichter, sich auch bei existenziellen Nöten, Partnerschaftskonflikten oder Sorgen um die Gesundheit eines Familienmitgliedes Unterstützung zu holen.“

Viele Mitarbeitende in den Einrichtungen der 57 Netzwerk-Partner erleben in ihrer praktischen Arbeit die Folgen der Coronapandemie, aber auch der aktuellen Energiekrise: „Die Ängste und Nöte der Familien sind größer geworden, die Problemlagen komplexer“, so Ulla Baumgärtner, Leiterin des Eltern-Kind-Treffs in Dransdorf.

Stephanie Berrut, Psychologin und Leiterin von pro familia, ergänzt: „Wohnungsnot, fehlende Kinderbetreuung und finanzielle Sorgen begegnen uns in unserer Arbeit täglich. Diese existentiellen Fragen führen in den Familien zu Überforderung und lassen andere Themen in den Hintergrund treten. Lösungen zu finden, wo es kaum welche gibt, bindet in unserer Arbeit viel Zeit, die wir lieber zur Stärkung der Eltern und ihrer Beziehung zum Kind nutzen möchten.“

Für ein kindergerechtes Deutschland leisten die „Frühen Hilfen“ einen wichtigen Beitrag. Umso bedeutsamer ist es, Angebote der Frühen Hilfen in den Stadtteilen auszubauen und ausreichende Personalressourcen für die Begleitung und Unterstützung durch Fachkräfte und Ehrenamtliche zur Verfügung zu stellen. „Es muss eine ressortübergreifende bundesweite Präventionsstrategie zur Bekämpfung von Kinderarmut geben, in der auch die Infrastruktur, die Familien in Armutslagen unterstützt, mitgedacht wird,“ fordern die beiden Netzwerkkoordinatorinnen, Henkel und Absalon.

Der Bundesfonds Frühe Hilfen, aus denen ein wesentlicher Anteil der Frühen Hilfen-Angebote finanziert werden, müsse daher dauerhaft erhöht werden, damit die Kommunen Familien in belastenden Lebenslagen effektiver unterstützen können.

Wir danken dem Eltern-Kind-Treff in Dransdorf und dem Bonner Kinderschutzbund, der pro familia, der Kursleiterin Annabelle Lorenz und vor allem den Eltern und Kindern der Dransdorfer Neu im Leben Gruppe!

Weitere Berichterstattung:
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/alle-meldungen/lisa-paus-geht-auf-sommertour-200198
https://www.mkffi.nrw/ministerin-paul-fruehe-hilfen-sind-ein-wichtiger-baustein-fuer-faire-zukunftschancen-von-kindern
https://ga.de/bonn/stadt-bonn/bundesfamilienministerin-besucht-bonner-netzwerk-fruehe-hilfen_aid-75187683

Fotos: Photothek/Thomas Imo

Familienkreis-Schiffsparty: Rauschendes Fest auf der MS Beethoven

Unsere Schiffsparty „Helfen verbindet“ hat alle Erwartungen übertroffen: Knapp 200 Menschen sind mit uns an Bord gekommen und haben den Abend zu etwas sehr Besonderem werden lassen. Bei schönem sommerlichen Wetter konnten wir den ganzen Abend gemeinsam mit Ehrenamtlichen, Kooperationspartner:innen, Förderer:innen und vielen mehr in bester Laune gleichzeitig das herrliche Rheinpanorama genießen und die Tanzbeine schwingen. Ein Highlight von Vielen: Die Ehrung der Ehrenamtlichen, die nun schon 10 Jahre und länger dabei sind und Familien in Bonn in belasteten Lebenslagen unterstützen. Fotos vom Fest sowie einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Jahresbericht 2021

Der Familienkreis-Jahresbericht 2021 ist fertig – auch das vergangene Jahr stand im Zeichen der Corona-Pandemie und hat uns in unserer alltäglichen Arbeit weiterhin sehr gefordert.

Auch wenn es keine flächendeckenden Kita- und Schulschließungen mehr gab, war dennoch vor allem die Betreuungssituation für Eltern weiterhin nicht planbar. Erkrankungen, psychische Probleme und Konflikte bis hin zu häuslicher Gewalt haben im zweiten Corona-Jahr deutlich zugenommen. Ersteltern leideten unter fehlenden Austauschmöglichkeiten im Rahmen von Elterncafés, Krabbelgruppen u.Ä.. Eltern mit psychischen Erkrankungen aber auch Sprach- und Bildungsbarrieren waren in der Pandemie deutlich schwieriger zu erreichen. Gleichzeitig waren der Hilfebedarf und der Wunsch nach persönlichem Kontakt in den Familien sehr groß – digitale Angebote wurden nur wenig angefragt. Unsere Beratungs- und Entlastungsangebote wurden dagegen sehr gut angenommen: Sowohl Treffen im Freien als auch weiterhin Beratung als Walk & Talk wurden stark genutzt.

Gelingen konnte all das durch den guten Zusammenhalt im haupt- und ehrenamtlichen Team, durch viel Flexibilität und sehr viel Umsicht und Achtsamkeit im Miteinander. Motiviert haben uns die positiven Begegnungen mit den Familien und die vielen schönen Geschichten, die unsere Ehrenamtlichen erleben.

Den vollständigen Jahresbericht lesen Sie hier.

Bonner Familienportal

Sie suchen Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche in Bonn? Dann sind Sie richtig beim Bonner Familienportal.

Im Bonner Familienportal erfassen viele Einrichtungen aus Bonn ihre Angebote. Interessierte bzw. Nutzer können mit Suchworten, nach Alter oder nach Wohnort in einer Vielzahl von Angeboten in Bonn aber auch kommunenübergreifend suchen.

Das Bonner Familienportal wird von den Frühen Hilfen Bonn in Zusammenarbeit mit dem Projekt kinderstark – NRW schafft Chancen bei der Stadt Bonn aufgebaut.

 

Stadt Bonn sucht Unterbringungsmöglichkeiten für Ukrainer:innen auf der Flucht

Folgende Nachricht der Integrationsbeauftragten der Stadt Bonn Coletta Mannemann erreichte uns mit der Bitte diese Informationen weiterzuleiten:

„Sie alle verfolgen wie wir auch die Entwicklung in der Ukraine nach dem vom Präsidenten Russlands angeordneten brutalen und nicht zu rechtfertigenden Angriff. Viele Ukrainer*innen versuchen das Land zu verlassen. Ukrainer*innen in Deutschland möchten Angehörige aufnehmen. Die Stadt prüft alle Möglichkeiten, Menschen unterzubringen. Angesichts unserer ohnehin geringen zusätzlichen Kapazitäten wird dabei dringend die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger benötigt.

Falls Ihnen Unterbringungsmöglichkeiten bekannt sind oder Sie selbst die Möglichkeit haben, Menschen unterzubringen, melden Sie sich bitte! Die Stadt Bonn ist für jeden Hinweis, für jedes Angebot dankbar.

Bitte wenden Sie sich unmittelbar an das Amt für Soziales und Wohnen, E-Mail obdach@bonn.de.“

Jahresbericht 2020

Endlich ist der Jahresbericht 2020 fertig – ein Bericht von einem außergewöhnlichen, schwierigen Jahr, das geprägt war durch die Corona Pandemie und uns wie alle anderen sehr gefordert hat.

Vor allem im ersten Lockdown im März 2020 war es unvorstellbar, wie wir unsereauf Begegnung und Beziehung ausgerichtete – Aufgabe auf Distanz ausüben können. Unsere Sorge galt vor allem den Eltern und den Kindern und wie wir ihre ohnehin schwierige Lebenssituation auch in CoronaZeiten verbessern können. Von daher haben wir die Möglichkeiten genutzt, die sich boten: Treffen im Freien, Beratung als Walk& Talk, Telefonkontakte und erste Videocalls. Wir haben ein Hygienekonzept entwickelt, Masken beschafft und Abläufe so angepasst, dass sowohl Hausbesuche als auch ehrenamtliche Einsätze weiter möglich waren und so auch im Jahr 2020 viele Familien unterstützt.

Den vollständigen Jahresbericht findet ihr hier.

 

Familienkreis im Corona-Journal der Frühen Hilfen

Im Corona Journal der Bonner Koordinierungsstelle, die der Familienkreis gemeinsam mit dem Bonner Caritasverband betreibt, haben 18 Einrichtungen aus dem Bonner Netzwerk ihre Erfahrungen geschildert und beschrieben wie sich ihre Arbeit mit den Familien durch Corona verändert hat. Nachzulesen ist das nun im Corona-Journal „Social Distancing in den Frühen Hilfen – Auswirkungen der Corona-Pandemie aus Sicht der Praxis im Bonner Netzwerk Frühe Hilfen“.

Der Familienkreisbeitrag über unsere Arbeit in der Corona Zeit ist auf S. 16 zu finden.

 

Spenden statt Schenken

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende unser lokales Engagement für Kinder und junge Familien in Bonn! Informieren Sie sich dazu auf unserer Spendenseite.

Tipp für Unternehmen: Danken Sie Ihren Kunden, Mitarbeiter*innen und Partnern anstelle von Geschenken mit einer Unternehmungsspende für  Kinder in Bonn. Wir unterstützen Sie mit unseren Aktionskarten und kreativen Ideen bei der Kommunikation Ihres Engagements.